Franz Kaufleitner: Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass wir Safety Engineering grundlegend geöffnet haben. Safety+ hebt künstliche Einschränkungen auf, die Sicherheitsprogrammierung bislang langsam und unflexibel gemacht haben. Ingenieurinnen und Ingenieure arbeiten mit einer offenen Codebasis, können Drittanbieter‑Tools integrieren und Funktionen wie Headless‑Applikationen für die CLI‑Interaktion nutzen. Damit wird die Sicherheitsprogrammierung ebenso effizient und flexibel, wie die Standard‑Steuerungsprogrammierung – und Maschinenbauer müssen keinen Kompromiss mehr zwischen Sicherheit und Agilität eingehen. Ergänzend dazu schafft SafeDesigner+ eine unabhängige Sicherheitsebene, die unbeabsichtigte Codeänderungen erkennt und dabei hilft, versehentliche Modifikationen an bereits validierten Projekten zu vermeiden. Selbstverständlich ist SafeDesigner+ TÜV‑zertifiziert und erfüllt damit höchste Anforderungen an funktionale Sicherheit.
Stefan Schönegger: Ein weiterer zentraler Aspekt ist für uns die Steigerung der Maschinenproduktivität. Intelligente Sicherheitsreaktionen ermöglichen es Maschinen, gezielt und situationsabhängig auf Ereignisse zu reagieren und unnötige Stillstände zu vermeiden. Statt eine komplette Produktionslinie abzuschalten, erlaubt Safety+ beispielsweise eine kontrollierte Verzögerung, bei der Maschinen sicher weiterbetrieben werden können. So lassen sich Ausschuss und ungeplante Ausfallzeiten reduzieren. Für Hersteller, die ihre Produktivität optimieren wollen, ist das ein direkter und messbarer Mehrwert.