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Die Zeit, die Maschinenbauer benötigen, um auf Störungen zu reagieren, kann nun von Tagen auf Minuten reduziert werden. Durch eine VPN-basierte Fernwartung ist der physische Zugriff auf die Maschine nicht mehr nötig. Das Unternehmen Maximator schaffte es, mit einem Fernüberwachungs- und Wartungspaket von B&R, die Anfahrtskosten zu reduzieren, die Inbetriebnahme effizienter zu gestalten und die Fehlerreaktionszeiten für Hochdruck-Hydraulik- und Pneumatiksysteme zu verkürzen.

Maximator ist einer der weltweit führenden Hersteller und Anbieter von Pumpen, Verstärkern, Ventilen, Armaturen und Schläuchen für Hochdruckgas und -flüssigkeiten. Die britische Tochtergesellschaft Maximator UK montiert diese Komponenten auch in speziellen Prüf-, Druck- und Steuerungssystemen. Maximator setzt bereits seit vielen Jahren auf Automatisierungstechnik von B&R und hat sich deshalb auch bei der Auswahl eines sicheren Fernwartungssystems für ein Produkt aus dem Hause B&R entschieden. Mit Secure Remote Maintenance ist Maximator UK nun in der Lage, auf Maschinen aus der Ferne zuzugreifen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit den Visualisierungssystemen von Kunden zu verbinden und sie bei Produktionsaufgaben zu unterstützen oder die Programmierung und Problembehandlung der Software durchzuführen.

Support vor Ort ist kostspielig

In der Vergangenheit mussten die Techniker von Maximator UK zum Kunden fahren, um zu sehen, wie die Maschine bedient wurde. Nur so konnten sie bei der Inbetriebnahme unterstützen oder Fehlkonfigurationen beheben. Darüber hinaus wünschten sich viele Kunden Unterstützung auch nach der Inbetriebnahme. Zum Beispiel, um im Falle eines Produktionsengpasses weitere Funktionen hinzuzufügen oder wiederkehrende Aufgaben automatisieren zu können. Dafür ist oft Programmierarbeit notwendig, die die Techniker von Maximator UK nun aus der Distanz erledigen können. Das spart Zeit und Geld.

„Wenn ein Kunde ein Problem hat, ruft er uns einfach an. Wir verbinden uns daraufhin mit ihm und können die Störung innerhalb von Minuten beheben“, sagt Jon Butler, Geschäftsführer von Maximator UK. „Das ist ein entscheidender Vorteil für unsere Kunden, da sie nicht erst einen Termin mit einem Techniker planen müssen. Zudem können unsere Techniker die Endanwender auf einen anstehenden Wartungs- und Instandhaltungsbedarf hinweisen, der sonst unbemerkt bleiben würde.“

Fernwartung im sicheren Paket

Das Secure-Remote-Maintenance-Paket besteht aus drei Komponenten: Der SiteManager ist ein kleines, sicheres und internetfähiges Modem, das die Maschine über die installierte Steuerung mit dem Internet und dem GateManager-Server verbindet. Der SiteManager muss nur einmal installiert werden. Bei einem Austausch des Gerätes werden alle Parameter von der Maschinensteuerung einfach auf den neuen SiteManager übertragen. Das Modem gibt es für die Internetanschlüsse LAN, WLAN oder Mobilfunkmodem (LTE/4G/3G/GPRS).

Der SiteManager ist ein kleines, sicheres und internetfähiges Modem, das die Maschine über die installierte Steuerung mit dem Internet und dem GateManager-Server verbindet.

Der GateManager ist der Dienst, der alle verschiedenen SiteManager miteinander verbindet. Er prüft die Zugriffsrechte, bevor die Verbindung zwischen Techniker und Maschine über den B&R-Server hergestellt wird. Die Verwaltung von Benutzerkonten, Berechtigungseinstellungen und Maschinen erfolgt über ein intuitives Webportal, das an die spezifischen Anforderungen des Kunden angepasst werden kann. Der GateManager kann von B&R als Software as a Service geleast oder auf einem eigenen, lokalen Server installiert werden.

Der Techniker verbindet sich mit LinkManager, einem Software-Client, über den SiteManager mit der Maschine. Live-Informationen der Steuerung können anhand von Dashboards oder Visualisierungen eingesehen und Applikationsänderungen vorgenommen werden, ohne zum Kundenstandort reisen zu müssen. Der LinkManager läuft über Windows wodurch eine maximale Kompatibilität gewährleistet wird. Mit der Applikation LinkManager Mobile erhalten Techniker für Diagnose und Reporting Zugriff auf Maschinen und Systeme über ein Smartphone oder Tablet.

Der Techniker erhält mit der Applikation LinkManager Mobile Zugriff auf Maschinen und Systeme über ein Smartphone oder Tablet.

Mehrwert durch einfache Handhabung

„Die einfache Einrichtung und Aktivierung des Secure-Remote-Maintenance-Systems auf der Maschine hat uns beeindruckt“, sagt Butler. „Es ist gebrauchsfertig und sofort einsatzbereit.“ Einige Maximator-UK-Maschinen verfügen über ein System, das Kunden einmal im Monat via E-Mail auffordert, die Produktionszyklen oder Betriebsstunden abzulesen. Für einige Kunden ist dies jedoch ein lästiger Mehraufwand.

Mit dem GateManager ist Maximator UK in der Lage, die Produktionszyklen aus der Ferne abzulesen und problematische Trends sofort zu erkennen. „Kunden schätzen diese Art von Service“, sagt Butler. „Wir betrachten es als einen großen Mehrwert für unsere Produkte. Störungen müssen nun nicht mehr vor Ort behoben werden. Dadurch sparen wir nicht nur Geld, sondern können unseren Kunden auch ein besseres Produkt bieten. Das ist für uns Grund genug, diesen Service nicht in Rechnung zu stellen.“

Hoher Sicherheitsstandard

Maximator UK beschäftigte sich über zwei Jahre lang mit den Möglichkeiten im Bereich Remote Assistance. Angesichts der wachsenden installierten Basis und der zunehmenden Akzeptanz von Industrie 4.0 auf Kundenseite erkannte das Unternehmen, dass die Zeit reif war. „Es wird immer schwieriger, unsere wachsende Maschinenflotte vor Ort zu unterstützen“, sagt Butler. Maximator kann nun die relevanten Daten aus der Ferne einsehen und sogleich die notwendigen Updates, Änderungen oder Korrekturen vornehmen. „Ausschlaggebend war die Erkenntnis unserer Kunden über die enorme Leistungsfähigkeit von Industrie 4.0 und die einfache Weise, mit der wir uns sicher und kosteneffizient verbinden können.“

Durch VPN-Netzwerke, Firewalls und zertifikatbasierte Strategien zum Verbindungsaufbau ist die Fernwartungsverbindung maximal geschützt. Das gilt auch für Man-in-the-Middle- und Denial-of-Service-Angriffe (DoS/DDoS). Um Konflikte mit werksseitigen Firewalls zu vermeiden, läuft die Kommunikation zwischen dem SiteManager und dem Internet über firewallverträgliche, verschlüsselte Web-Protokolle.

„Für Kunden, die trotzdem Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit haben, bieten wir auch 3G- oder 4G-Alternativen an. Eine Verbindung über das Netzwerk des Kunden kann so umgangen werden“, sagt Butler. „Zusätzlich verfügt die Maschine über einen Schalter, mit dem der SiteManager jederzeit ausgeschaltet werden kann. Eine Verbindung ohne die Zustimmung des Kunden ist somit nicht möglich. Wir verbinden uns also immer nur auf Wunsch des Kunden zu Service- und Wartungszwecken.“

„Ausschlaggebend war die Erkenntnis unserer Kunden über die enorme Leistungsfähigkeit von Industrie 4.0 und die einfache Weise, mit der wir uns sicher und kosteneffizient verbinden können“, Jon Butler, Geschäftsführer von Maximator UK.

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