Präzision, wo sie zählt: Offene Hybrid-Transportkonzepte für Pharmalinien

Immer mehr Produktvarianten, immer kürzere Produktlebenszyklen und steigender Kostendruck erfordern Verpackungslösungen, die flexibel, effizient und wirtschaftlich zugleich sind. Mit der neuen Stickpack-Linie verfolgt der deutsche Maschinenhersteller, Körber im Geschäftsfeld Pharma einen ungewöhnlichen Ansatz: Statt auf ein einzelnes Transportsystem zu setzen, setzt die Linie auf ein kombiniertes Transportkonzept unter Einbindung der ACOPOStrak-Technologie von B&R. Möglich wird dies durch die offene Automatisierungsplattform von B&R, die beide Welten nahtlos zusammenführt. Das Ergebnis ist eine Lösung, die Flexibilität, Präzision und hohe Produktivität vereint.

Stickpacks werden häufig für pharmazeutische und nutrazeutische Produkte wie Pulver, Granulate, Flüssigkeiten oder Pasten eingesetzt. Die unterschiedlichen Stickbreiten, Folienbreiten und Verpackungsformate bringen herkömmliche Transportsysteme mit festen Geometrien schnell an ihre Grenzen, da sie den Bedarf an Formatteilen erhöhen, die Umrüstzeiten verlängern und die Flexibilität der Maschine einschränken.

Die neue SPE6-P2 Stickpack-Linie von Körber ist eine innovative Verpackungslösung, die Primär- und Sekundärverpackung in einem kompakten Maschinenkonzept vereint. „Entscheidend war, die Stärken unterschiedlicher Technologien auf einer gemeinsamen Plattform zu vereinen und so Flexibilität, Präzision und Wirtschaftlichkeit miteinander zu verbinden,“ sagt Ulf Leineke, Vice President Design Machinery.

Die SPE6-P2 nutzt ACOPOStrak zur präzisen, unabhängigen Shuttle-Steuerung dort, wo höchste Flexibilität und Genauigkeit gefragt sind.

Statt auf ein einzelnes Transportsystem zu setzen, kombiniert Körber die eigene Transporttechnologie mit ACOPOStrak von B&R. Möglich wird diese hybride Architektur durch die offene Automatisierungsplattform von B&R, die die nahtlose Integration beider Technologien auf einer gemeinsamen Basis erlaubt.

Die Maschine verarbeitet bis zu 600 Stickpacks pro Minute und ermöglicht gleichzeitig flexible Produktübergaben für unterschiedliche Formate. So kann der Pharmahersteller trotz hoher Variantenvielfalt produktiv arbeiten und gleichzeitig unnötige Systemkomplexität, Platzbedarf und Investitionskosten vermeiden.

Kein Kompromiss durch hybriden Ansatz

Die eigentliche Innovation liegt nicht darin, eine neue Technologie einzuführen, sondern in der Kombination zweier bestehender Technologien. Die unabhängige Shuttle-Steuerung von ACOPOStrak sorgt für maximale Präzision und Flexibilität, wo sie benötigt wird. Gleichzeitig schafft die hauseigene Transportlösung von Körber zusätzliche Freiheitsgrade bei der Maschinengeometrie.

Die SPE6-P2 nutzt ACOPOStrak zur präzisen, unabhängigen Shuttle-Steuerung dort, wo höchste Flexibilität und Genauigkeit gefragt sind.

Dank der offenen Architektur von B&R musste Körber nicht zwischen der eigenen Transportlösung und intelligenter Track-Technologie wählen. Stattdessen wurden beide Ansätze auf einer gemeinsamen Plattform vereint.

Sieben ACOPOStrak-Segmente übernehmen die hochpräzisen Transportaufgaben innerhalb des Verpackungsprozesses, während die Körber-Transportlösung die Zwischen- und Rücktransporte effizient abwickelt.

ACOPOStrak ist ein flexibles Transportsystem für maximale Effizienz.

„Traditionelle Track-Systeme sind durch feste Geometrien begrenzt. Unser Ansatz erlaubt es, ACOPOStrak genau dort einzusetzen, wo Präzision und Flexibilität benötigt werden. Das reduziert Komplexität und Kosten und schafft gleichzeitig mehr Freiraum für das Maschinenlayout“, sagt Leineke.

Das Ergebnis ist eine hybride Transportarchitektur, die die Stärken beider Systeme optimal nutzt. Dadurch sinken nicht nur der Platzbedarf und die technische Komplexität, sondern auch die Gesamtkosten der Lösung.

Schnellere Formatwechsel, geringere Kosten

Ein wesentlicher Vorteil der SPE6-P2 liegt in ihrer hohen Anpassungsfähigkeit. Die Maschine ermöglicht weitgehend werkzeuglose Formatwechsel, viele Anpassungen erfolgen per Software statt durch mechanische Eingriffe. Das reduziert Stillstandzeiten und erhöht die Reaktionsfähigkeit der Produktion.

Die SPE6-P2 verarbeitet bis zu 600 Stickpacks pro Minute und ermöglicht gleichzeitig flexible Produktübergaben für unterschiedliche Formate.

Gleichzeitig trägt das hybride Maschinenkonzept zur Wirtschaftlichkeit bei. Durch die kompakte Bauweise und den gezielten Einsatz von ACOPOStrak nur in den Prozessschritten, in denen höchste Positioniergenauigkeit erforderlich ist, lassen sich Maschinen- und Systemkosten reduzieren, ohne Kompromisse bei Leistung oder Flexibilität einzugehen. Weniger Formatteile, geringerer Platzbedarf und schnellere Umrüstungen senken zusätzlich die Gesamtbetriebskosten.

Eine Plattform statt vieler Einzellösungen

Über das Transportkonzept hinaus setzt Körber im Maschinenportfolio auf weitere integrierte Automatisierungslösungen von B&R. Die Übergabe der Stickpacks in die Kartoniermaschine erfolgt über einen Portalroboter, der mit ACOPOSmotor und dem X20-Steuerungssystem gesteuert wird.

Entscheidend war dabei jedoch nicht die Auswahl einzelner Automatisierungskomponenten, sondern die Möglichkeit, diese nahtlos mit der eigenen Technologie zu kombinieren. Die offene Automatisierungsplattform von B&R gab Körber die Freiheit, das eigene Transportkonzept mit ACOPOStrak, Robotik und weiteren Komponenten auf einer gemeinsamen Basis zusammenzuführen.

„Ohne die Offenheit und Präzision der B&R-Plattform wäre dieses Maschinenkonzept nicht realisierbar gewesen. Sie hat uns die Freiheit gegeben, unser eigenes Transportkonzept mit Track-Technologie, Motion Control und Robotik zu einer durchgängigen Lösung zu verbinden“, erklärt Leineke.

Ulf Leineke, Vice President Design Machinery.

Für den Maschinenbauer bedeutet das maximale Gestaltungsfreiheit bei der Entwicklung. Für Betreiber reduziert sich die Komplexität, da sämtliche Funktionen über eine zentrale Plattform gesteuert, diagnostiziert und gewartet werden können.

Offenheit als Grundlage für Innovation

Die SPE6-P2 ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen den Entwicklungsteams von Körber und B&R. Das Ziel war nicht, bestehende Technologien zu ersetzen, sondern die jeweils beste Lösung für die Anwendung zu finden. Die Offenheit der B&R-Plattform spielte dabei eine entscheidende Rolle: Sie ermöglichte es, Körbers eigenes Transportkonzept nahtlos mit ACOPOStrak und weiteren Automatisierungskomponenten zu verbinden.

Die offene Automatisierungsplattform von B&R gab Körber die Freiheit, das eigene Transportkonzept mit ACOPOStrak, Robotik und weiteren Komponenten auf einer gemeinsamen Basis zusammenzuführen.

Entstanden ist eine maßgeschneiderte Architektur, die exakt auf die Anforderungen moderner Stickpack-Produktion zugeschnitten ist: höchste Präzision dort, wo sie benötigt wird, maximale Flexibilität bei Formatwechseln und eine Maschinenarchitektur, die sich auch an zukünftige Anforderungen anpassen lässt.

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