Wie Software Transportsysteme transformiert

Das Beste aus beiden Welten.

Bei Planarmotor-Transportsystemen wird Leistungsfähigkeit längst nicht mehr allein durch die Bewegung definiert. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, wie schnell sich ein System entwickeln, anpassen und skalieren lässt. Mit B&R’s ACOPOS 6D wird dieser zentrale Aspekt softwareseitig gelöst.

„Unsere Software macht aus einer flexiblen Hardwareplattform ein produktives und skalierbares Maschinenkonzept“, erklärt HansPeter Kraft, Global Product Manager ACOPOS 6D bei B&R.

Bereits in der Konzeptphase können Entwickler Layouts entwerfen, Materialflüsse validieren und das Systemverhalten testen – noch bevor die Hardware installiert ist. Das reduziert den Engineeringaufwand, beschleunigt Entscheidungsprozesse und verkürzt die Time-to-Market deutlich.

ACOPOS 6D ersetzt fragmentierte Engineering-Schritte mit einem durchgängigen Konfigurationsansatz. Systemdaten werden einmal erstellt und über Entwicklung, Inbetriebnahme und Laufzeit hinweg wiederverwendet. Dadurch werden Doppelarbeiten und Fehlerquellen deutlich reduziert – insbesondere bei komplexen Maschinen mit vielen Varianten und hohem Durchsatz.

„Unsere Softwareplattform amortisiert sich selbst durch einen geringeren Engineeringaufwand, ein reduziertes Inbetriebnahmerisiko und den Erhalt von Flexibilität über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage hinweg“, ergänzt Hans-Peter Kraft.

Das Ergebnis ist also nicht nur eine schnellere Inbetriebnahme, sondern ein Transportsystem, das auch bei veränderten Anforderungen anpassungsfähig bleibt.

Hybrid Transport: Flexibilität wo sie Mehrwert schafft

ACOPOS 6D Hybrid verbindet die Planarmotor-Technologie mit konventionellen Transportsystemen zu einer koordinierten Gesamtlösung. Flexible, prozesskritische Schritte werden von ACOPOS 6D übernommen, während Standardtransporte weiterhin über Fördertechnik oder Robotik realisiert werden.

Die Software sorgt für eine nahtlose Abstimmung, indem sie Shuttles auch über Systemgrenzen hinweg verfolgt und synchronisiert. So können bestehende Maschinenkonzepte gezielt erweitert werden – und Flexibilität wird genau dort integriert, wo sie den größten Mehrwert schafft.

In den nächsten zehn Jahren werden die größten Fortschritte bei Transportsystemen weniger darin liegen, Produkte von A nach B zu bewegen, sondern vielmehr darin, wie intelligent und effizient diese Bewegung ausgelegt und genutzt wird. Zukunftsfähige Systeme optimieren nicht nur die Transportleistung, sondern reagieren auch flexibel auf Veränderungen – sei es bei Produktwechseln, Nachfrageschwankungen oder neuen Produktionsanforderungen. Die eigentliche Innovation besteht darin, die jeweils passende Transporttechnologie genau dort einzusetzen, wo sie den größten Mehrwert liefert – etwa durch hybride Konzepte, die unterschiedliche Ansätze zu einem adaptiven, leistungsstarken Gesamtsystem verbinden.

Hans-Peter Kraft

Bitte wählen Sie Land und Sprache aus:

B&R Logo