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EUROMAP out of the box

Mit den EUROMAP-Empfehlungen ist die Kunststoffindustrie Vorreiter bei der Umsetzung standardisierter Schnittstellen zwischen Maschinen und Anlagen unterschiedlicher Hersteller. Patrick Bruder und Christoph Trappl von B&R erklären, wie die herstellerübergreifende Kommunikation durch den Einsatz von OPC UA nun fit für Industrie 4.0 gemacht wird.

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B&R ermöglicht es Kunden, voll funktionsfähige EUROMAP-Schnittstellen ganz einfach umzusetzen. Die Basis dafür bildet mapp Technology, wie Christoph Trappl (links), Produktmanager mapp Technology, und Patrick Bruder, Branchenexperte für Kunststoff, erklären.

Herr Bruder, derzeit werden etliche EUROMAP-Empfehlungen überarbeitet. Sind die bisherigen Empfehlungen nicht mehr ausreichend?

Patrick Bruder: Die Fertigungsprozesse in der Kunststoffindustrie werden laufend verbessert, weshalb es ständig neue Anforderungen an Hardware, Software und nicht zuletzt die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten gibt. Daher überarbeiten wir in den entsprechenden EUROMAP-Gremien derzeit mehrere Empfehlungen.

Um welche Empfehlungen handelt es sich dabei?

Bruder: Besonderes Augenmerk gilt derzeit 2 Schnittstellen: Die EUROMAP 77 behandelt die Kommunikation zwischen Spritzgießmaschinen und MES-Systemen. Zum anderen arbeiten wir an der EUROMAP 79, die die Schnittstelle zwischen Spritzgießmaschinen und Handlingmaschinen sowie Robotern definiert.

Gibt es Parallelen zwischen den beiden Schnittstellen?

Bruder: Absolut: Beide Schnittstellen basieren auf OPC UA. Wir waren uns in den Gremien sehr schnell einig, dass dieser herstellerübergreifende Standard perfekt für beide Anwendungsfälle ist – auch wenn diese sehr unterschiedliche Anforderungen an das Kommunikationsprotokoll stellen. Wir gehen davon aus, dass OPC UA der Standard für die vernetzte Fabrik der Zukunft sein wird. Da war es nur logisch, die neuen EUROMAP-Empfehlungen auf diese Basis zu stellen.

Kann OPC UA die zeitkritische Kommunikation zwischen Spritzgießmaschine und Roboter problemlos bewältigen?

Bruder: Ja. Und zwar dann, wenn es mit Time Sensitive Networking (TSN) kombiniert wird. Bereits in seinem Anfangsstadium hat das TSN-Testbed bemerkenswerte Zykluszeiten mit OPC UA TSN erreicht. Am Testbed beteiligen sich neben B&R Unternehmen wie National Instruments, Cisco, Kuka, TTTech und Intel. Das Testbed wurde vom Industrial Internet Consortium (IIC) ins Leben gerufen, zu dessen Mitgliedern auch B&R zählt. Mit der TSN-Technologie ist deterministische Echtzeitkommunikation möglich. Der Entnahmevorgang aus einer Spritzgießmaschine wird durch OPC UA TSN mit einer Präzision und Geschwindigkeit möglich sein, die mit der bisherigen EUROMAP-Schnittstelle undenkbar sind.

Herr Trappl, wieso ist B&R als Hersteller von Automatisierungstechnik so aktiv an der Entwicklung von Schnittstellen in der Kunststoffindustrie beteiligt? Das ist doch eigentlich die Aufgabe Ihrer Kunden.

Christoph Trappl: Genau das ist der Punkt: Unsere Kunden, also die Kunststoffmaschinenbauer, müssen Maschinen liefern, die den EUROMAP-Empfehlungen entsprechen. Ansonsten werden sie auf dem Markt nicht akzeptiert. Daher haben wir die gängigsten EUROMAP-Schnittstellen in unser System integriert.

Was heißt das konkret?

Trappl: Wir bieten zum Beispiel mapp-Komponenten für die Schnittstellen an. Das sind modulare Software-Bausteine, die je nach Bedarf per Drag-und-drop in das Automatisierungsprojekt gezogen werden und sofort einsatzfähig sind. Der Kunde muss nur noch ein paar Werte parametrieren und schon hat er eine voll funktionsfähige EUROMAP-Schnittstelle. Und genau das ist unser Ansinnen als Anbieter von Automatisierungslösungen: Wir nehmen unserem Kunden die Programmierung von Basis-Funktionen ab. So kann er sich auf sein Kern-Know-how konzentrieren, nämlich die Umsetzung seines Prozesswissens in eine optimale Maschine.

Und was passiert, wenn – wie aktuell der Fall – solche Schnittstellen neu definiert werden?

Trappl: Auch da kann sich der Kunde voll auf B&R verlassen. Wir kümmern uns darum, dass die neue Schnittstelle zuverlässig implementiert wird. Generell unterstützen wir alle gängigen EUROMAP-Empfehlungen, zum Beispiel EUROMAP 27.

Artikel als PDF downloaden:

EUROMAP out of the Box.pdf

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