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Business Intelligence

“Daten kreativ erkunden durch explorative Analyse”

Screen APROL Business intelligence

B&R hat die Automatisierungsplattform APROL um eine leistungsfähige Systemkomponente für Business Intelligence (BI) erweitert. Martin Reichinger, Business Manager bei B&R, erläutert, wie „Big Data“ gesammelt, analysiert und aufbereitet werden kann, um Produktionsprozesse zu optimieren.

Wofür steht der Begriff Business Intelligence?

BI spielt seit Beginn der 90-er Jahre eine wichtige Rolle im Umfeld betriebswirtschaftlicher Applikationen. Darunter werden Verfahren und Prozesse zur systematischen Sammlung, Analyse und Präsentation von Daten in elektronischer Form verstanden. Mit Hilfe dieser aggregierten Daten können Prozesse effizient überwacht und optimiert werden. Die Berichte und Analysen liefern wertvolle Informationen für die Entscheidungsfindung. Bestehende ERP-Lösungen verfügen zwar teilweise über Reporting- und Analyse-Funktionen, diese sind jedoch meist unzureichend. Das Frontend ist häufig nur für Fachanwender mit IT-Kenntnissen geeignet. Daher gibt es ein großes Marktinteresse an leistungsfähigen und dennoch leicht zu bedienenden BI-Lösungen auf ERP-Ebene.

Wieso steigt der Bedarf für Business Intelligence auf Produktionsebene?

Auch die anfallenden Datenmengen in Produktionsanlagen sind in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen. Ohne automatisierte Analyse und Auswertung können auf Basis dieser Daten keine fundierten Entscheidungen getroffen werden. In diesem Zusammenhang wird oft das Schlagwort „Big Data“ genannt. Bei größeren Anlagen bewegen sich die gesammelten Daten schnell im Giga- oder gar Terabyte-Bereich. Solche Datenmengen lassen sich nur durch systematische Verarbeitung handhaben.

Welche Schritte sind nötig, um diese großen Datenmengen auszuwerten und aufzubereiten?

Business Intelligence besteht im Wesentlichen aus 3 Prozessstufen: Datenbeschaffung, Analyse und Präsentation. Im ersten Schritt müssen die die Daten gesammelt werden. Die Rohdaten können zum Beispiel aus einem ERP-System, einer Datenbank oder einer Datei kommen. Sie müssen zuerst gefiltert, bereinigt und harmonisiert werden. Erst dann folgt die analytische Auswertung. Einfache Analysen sind mit sogenannten OLAP (Online Analytical Processing) Cubes möglich. Komplexe statistische Untersuchungen werden mit Data-Mining-Methoden durchgeführt. Anschließend können die Ergebnisse in Form von Grafiken und Tabellen präsentiert werden.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Data Mining?

Dabei geht es um die Erkennung von Mustern in großen Datenmengen. So lassen sich zum Beispiel die Vibrationen einer Maschine über verschiedene Zeiträume hinweg vergleichen und sogar die zukünftige Entwicklung prognostizieren. Selbstverständlich sind auch Vergleiche zwischen verschiedenen Maschinen möglich. Das erleichtert die Optimierung der Produktionsprozesse und verhindert Totalausfälle, da Störungen frühzeitig erkannt werden.

Inwiefern unterscheidet sich die Business-Intelligence-Lösung für APROL von BI-Lösungen anderer Automatisierungsplattformen?

Wir haben nicht nur eine Schnittstelle zu einer externen Lösung geschaffen sondern die BI-Funktionen vollständig in das B&R-Prozessleitsystem APROL integriert. Bedienung und Wartung sind damit wesentlich einfacher als bei vergleichbaren Produkten. Die Report-Funktionen stehen jedem APROL-Nutzer zur Verfügung. Bei Bedarf können zusätzliche Komponenten für die Datenbeschaffung und komplexe Auswertungen installiert werden. Auch diese sind dann über die BI-Plattform vollständig in APROL integriert.

Für welche Zielgruppe werden die Daten ausgewertet?

Die Nutzung der Reporting-Funktionen ist nicht auf eine einzige Zielgruppe beschränkt. Die traditionelle Analyse auf Basis von Berichten mit fest vorgegebenem Inhalt wird durch eine explorative Analyse abgelöst. Bei der explorativen Analyse sind lediglich die Datenquellen festgelegt, nicht jedoch die Aufbereitung der Daten. Reports und Auswertungen können individuell zusammengestellt werden und sind jederzeit modifizierbar. Das Zusammenstellen individueller Berichte geschieht durch Drag-and-drop. So kann sich ein Manager stark zusammenfassende Kennzahlen anzeigen lassen, wohingegen ein Verfahrenstechniker detailliertere Informationen zu einem einzelnen Prozess abruft. Die Datenanzeige kann interaktiv verändert, gefiltert und sortiert werden. Für solche Berichte mussten bisher IT-Experten beauftragt werden, die mehrere Tage oder Wochen an der Umsetzung saßen. Sollten sich die Anforderungen ändern, musste wieder der Spezialist ran. Mit der BI-Lösung von APROL ist das für jeden Anwender mit wenigen Klicks möglich. Die Berichte lassen sich sogar auf mobilen Endgeräten konfigurieren und selbstverständlich auch anzeigen. Durch serverseitige Authentifizierung sind sämtliche Daten – auch in ungesicherten Netzwerken – geschützt.

Reichinger Martin #2
Martin Reichinger, Business Manager Process Automation, B&R
Ejemplo
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