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Operator - System
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APROL Operator-System

 

Übersicht

Operator Oberfläche - KDE Konfiguration

  • Zusammenstellung von Operator Station spezifischen KDE Desktop und KDE Menüs, um den Zugriff auf selektierte Systemkomponenten freizugeben bzw. zu sperren.
  • Die Taskleiste und das Startmenü dienen zum Starten weiterer Programme für die Analyse und Auswertung von aktuellen Systeminformationen und historischen Daten.
  • Menüeinträge mit aussagekräftigen Tool-Tipps zeigen eine Information zu dem jeweiligen Programm an.
  • Virtuelle Tastatur für Touchscreen Lösungen oder als „Erste Hilfe“ bei Keyboard-Ausfall.
  • Die gesamte Operator Oberfläche kann unter Berücksichtigung notwendiger Zugangsberechtigungen über VNC (Virtual Network Computing) von z.B. einem Microsoft Windows NT/2000/XP/Vista Rechner über einen VNC-Viewer oder Web-Browser (Java) gestartet werden.
  • Ohne zusätzlichen Projektierungsaufwand und ohne funktionale Einschränkung kann man Bedienen und Beobachten, historische Auswertungen von Alarmen oder Trendkurven starten, Protokolle abrufen oder Diagnosewerkzeuge öffnen.


Multiscreening

  • Das Multiscreening ermöglicht es mehrere Bildschirme an eine Operator Station anzuschließen. Abhängig von der eingesetzten Grafikkarte können 1, 2, 3 oder 4 Bildschirme von einer Operator Station angesteuert werden.
  • Auf jedem dieser Bildschirme kann ein anderes Prozessbild oder auch der AlarmMonitor angezeigt werden und über eine Maus und Tastatur bedient werden.


Bedienen und Beobachten

DisplayCenter

  • Das DisplayCenter ist die zentrale Applikation für die Prozessführung. Im Prozessbild sieht der Operator alle aktuellen Prozesszustände und kann je nach Berechtigung interaktiv eingreifen.
  • Unterschiedliche Konfigurationen des Erscheinungsbildes (Menüleiste, Werkzeugleiste, Bilderbaum) können abhängig vom eingeloggten Operator hinterlegtwerden. Jeder Operator bekommt also nur das zu sehen, was er auch bedienen kann.
  • Schnelles Aufschalten der zuletzt verwendeten Prozessbilder über Vor- und Zurück-Taste (vergleichbar mit einem Web-Browser).
  • Anwahl der letzten 11 aufgeschalteten Prozessbilder direkt über Menüeinträge.
  • Alle Operator-Eingriffe werden über das Berechtigungssystem koordiniert und über den integrierten AuditTrail (21 CFR Part 11, GAMP4) sicher protokolliert.
  • Anpassung des Look&Feel und der Funktionalität an firmenspezifische Bedienphilosophien (Bedienerfreundliche Migration alter Prozessleitsysteme unter Beibehaltung der Anlagenverfügbarkeit).


Bilderbaum

  • Der Bilderbaum zeigt alle konfigurierten Prozessbilder mit Namen und Beschreibung. Die Bilder können hier direkt angewählt werden.
  • Die Suche eines bestimmten Prozessbildes oder Aggregates ist über den Bilderbaum auch mittels integrierter Volltextsuche möglich.
  • Jeder Operator ist in der Lage Prozessbilder zur Laufzeit als Favoriten im Bilderbaum abzulegen (vergleichbar mit einem Web-Browser). Dadurch wird einschnelles Aufschalten der am häufigsten verwendeten Prozessbilder durch den Operator ermöglicht.


Prozessbild

  • Zu jedem Aggregat können im Engineering Tool-Tipps hinterlegt werden. Diese Tool-Tipps werden dem Operator angezeigt, wenn er die Maus auf das entsprechende Objekt bewegt. Tool-Tipps können sogar Bilder und Prozesswerte enthalten.
  • Für die Prozessbilder können beliebige Bildformate (bmp, jpg, png, …) als Hintergrund eingelesen werden.
  • Der Aufruf von Web-Seiten (Systemmeldungen, AuditTrail, Protokolle, System-, Projektdokumentation) oder das Abspielen von Videosequenzen bis hin zur Remote-Steuerung gesamter Rechner kann direkt im Prozessbild eingebettet werden.


Berechtigungssystem

Security Loginn 

  • Für jeden Operator kann im Engineering ein individuell abgestimmtes Operator-Profil erstellt werden. Es können beliebig viele Operator-Profile und Operatoren im System angelegt werden.
  • Der Operator loggt sich über Keyboard, Kartenleser, Fingerprint (Biometrische Systeme), induktive Systeme und Passwort bei der Operator Station ein. Vom Login- Server wird das konfigurierte Operator- Profil zugewiesen.
  • Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, bereits vorhandene Chip-Karten eines Unternehmens zu integrieren.
  • In Abhängigkeit des aktuell eingeloggten Operators werden Prozessbilder, Aggregate und Alarme in der Operator-Oberfläche angezeigt.
  • Das Einloggen eines Operators kann in Abhängigkeit beliebiger Logik, z.B. je nach Anlagenzustand, erlaubt und verhindert werden.
  • Führt der eingeloggte Operator für eine definierte Zeit keine Bedienhandlungen durch kann er automatisch vom LoginServer abgemeldet werden. Die Operator- Idle-Time verhindert somit, dass ein anderer Operator unter diesem Login an dem Arbeitsplatz arbeitet.
  • Das integrierte AuditTrail (21 CFR Part 11, GAMP4) protokolliert alle Aktionen des Operators und stellt diese signifikanten Informationen (wer, was, wann, wo) web-basiert zur Verfügung.


AuditTrail

Protokollierung aller Operator-Eingriffe

Das AuditTrail bietet einen vollständigen Nachweis aller Bedienhandlungen bei der Prozessführung. In Anlehnung an die Forderungen der FDA bzw. des GAMP Forum aus 21 CFR Part 11 und GAMP4 zeichnet das AuditTrail folgende Aktionen auf:

  • Login und Logout Aktionen
  • Durchgeführte Prozessbildwechsel
  • Öffnen und Schließen von Bedientemplates (Faceplates)
  • Operatoreingriffe in der Prozessführung
  • Sperren und Freigeben von Alarmen
  • Ersatzwert Eingabe bei Protokollen
  • System- und Eigenüberwachung und Systemereignisse (z.B. Redundanzumschaltung)
  • uvm.

Alle Punkte gelten auch für Zugriffe über Fernwartung bzw. Remote- Bedienung und Zugriffe über VNC (Microsoft Windows Rechner).

Jeder Eintrag wird mit

  • Datum und Zeit Wann
  • Durchgeführte Aktion Was - Bei Operatoreingriffen in der Prozessführung wird der alte und der neue Wert aufgezeichnet.
  • Name des Operators Wer
  • Ort des Eingriffs Wo aufgezeichnet.
  • Das AuditTrail wird immer automatisch gestartet, es ist also keine Konfiguration erforderlich.
  • Die Zugriffsberechtigung auf die vom AuditTrail aufgezeichneten Daten wird im Engineering über das Berechtigungssystem von APROL definiert.
  • Alle Daten können ohne zusätzliche Programme in (Microsoft) Office Applikationen importiert (HTML, CSV Format), ausgedruckt oder als PDF-Dokument abgespeichert werden.


Alarmierung

Mehrstufiges Alarmierungskonzept

Das Alarmierungskonzept unterscheidet folgende 4 Klassen:

  • Meldungen sind wichtige Ereignisse, die im Melde- / Alarmarchiv aufgezeichnet werden sollen, aber nicht in der Online Alarmverarbeitung berücksichtigt werden.
  • Nicht quittierpflichtige Alarme sind Ereignisse, die sofort als Alarm ausgegeben werden sollen. Diese werden im AlarmMonitor angezeigt solange der Alarmzustand ansteht. Ändert der Alarm seinen Zustand wird der Eintrag sofort aus dem AlarmMonitor entfernt und im Melde- / Alarmarchiv gespeichert.
  • Quittierpflichtige Alarme werden im System wie die oben genannten Alarme behandelt. Sie werden jedoch erst dann aus dem Alarm- Monitor entfernt und im Melde- / Alarmarchiv gespeichert, wenn sie quittiert wurden und nicht mehr anstehen.
  • Textquittierpflichtige Alarme müssen bei der Quittierung vom Operator einen Quittiertext erhalten. Nur wenn das Alarmsignal nicht mehr ansteht und der Operator den Alarm quittiert hat, wird der Eintrag aus dem AlarmMonitor entfernt und im Melde- / Alarmarchiv gespeichert.


Alarmhandling

Die Alarme können mit der Maus, der Tastatur oder über Funktionstasten quittiert werden. Es können alle, oder alle sichtbaren, oder alle Alarmierung selektierten oder einzelne Alarme quittiert werden.

  • Zu jedem Alarm werden alle signifikanten Informationen erfasst. (Name des Operators, alle Stammdaten des Alarms, sowie Zeiten für Kommen, Gehen, Quittierung und Kommentierung)
  • Darüber hinaus können zu jedem Alarm beliebige Prozessdaten erfasst werden.


AlarmMonitor

  • Der AlarmMonitor zeigt dem eingeloggten Operator alle Alarme an, die ihm über das Berechtigungssystem freigegeben wurden und signalisiert über ein akustisches Signal neu eintreffende Störungen. Die Berechtigung für das Quittieren und Sperren dieser Alarme kann im Engineering selektiv zugewiesen werden.
  • Die Alarmdarstellung kann über beliebige Kriterien sortiert und gefiltert werden.
  • Der AlarmMonitor zeigt dem Operator immer die Anzahl der anstehenden, quittierten und nicht quittierten Alarme an.
  • Parallel zum AlarmMonitor können die Alarme auch auf online Alarm- Druckern ausgegeben werden oder sie werden an einen Pager, Mobiltelefon bzw. Telefonanlage weitergeleitet.
  • Look&Feel und Funktionalität des Alarm Monitors sind frei konfigurierbar und damit an firmenspezifische Bedienphilosophien anpassbar.
  • Der AlarmMonitor ist frei in einem eigenen Fenster positionierbar oder fest im DisplayCenter eingebettet.
  • Bei einer Operator Station mit Multiscreening kann der Alarm- Monitor beispielsweise auf dem zweiten Monitor geöffnet werden, ohne dass wichtige Informationen in den Prozessbildern verdeckt werden. Alarmierung
  • Die Darstellung der Alarme im AlarmMonitor kann im Engineering festgelegt werden.
  • Unterschiedliche Farbgebung für quittierte und nicht quittierte, bzw. anstehende und nicht anstehende Alarme
  • Mehrzeilige Darstellung der Alarme, sowie mehrzeilige Alarmzeilen sind konfigurierbar.
  • Für die zentrale Überwachung von mehreren Automatisierungsinseln besteht die Möglichkeit, verschiedene AlarmMonitore in einer Operator Oberfläche anzuzeigen.

Bild zum Alarm / Interventionstext

  • Zu jedem Alarm gibt es ein zugehöriges Prozessbild. Dieses Bild wird direkt über den Alarmeintrag im AlarmMonitor aufgeschaltet.
  • Als zusätzliche Hilfe im Alarmfall kann ein Interventionstext ausgegeben werden. Dieser Interventionstext wird mit Text, Bildern, Videos oder Kamera Live-Bildern zu einem Assistenten für den Operator.
  • Im Interventionstext können auch SOPs (Standard Operator Procedure) als HTML-Seite hinterlegt werden.


Trending

T
rend zum Alarm

  • Der Alarm kann mit verschiedenen Online Werten und Zustandsparametern verknüpft werden. Dies bietet weitere Möglichkeiten zur schnellen Analyse.
  • Beliebig viele Datenpunkte können via Drag & Drop-Technik zusammengestellt werden.

Sperren von Alarmen

  • Alarme bzw. Alarmgruppen können zur Inbetriebnahmeunterstützung oder bei Wartungsarbeiten gesperrt und freigegeben werden.
  • Die gesperrten Alarme können in einer Listendarstellung angezeigt werden. Von dort aus ist das Freigeben und Sperren weiterer Alarme und Alarmgruppen möglich.
  • Das Sperren und Freigeben von Alarmen kann nur von einem Operator ausgeführt werden, dem die Berechtigung dafür zugewiesen wurde. Alle Sperr- und Freigabeaktionen werden vom AuditTrail (21 CFR Part 11, GAMP4) mitprotokolliert.

AlarmReports

  • Die AlarmReports dienen zur webbasierten Auswertung aller aktuellen und historischen Alarme und Meldungen mit beliebigen Filter- und Kennzeichnungs-Möglichkeiten.
  • Meldungen, Alarme, quittierte Alarme, anstehende Alarme und mehrfach aufgetretene Alarme werden farblich unterschiedlich gekennzeichnet.
  • Zu jedem Alarmereignis können Kommentare mehrfach nachgereicht werden.
  • Ein integrierter Kalender oder die direkte Eingabe des gewünschten Zeitbereichs ermöglichen eine schnelle und effiziente Suche nach bestimmten Meldungen oder Alarmen.
  • Im Navigationsbereich der Alarm- Reports kann über Filter- und Sortierungsmöglichkeiten gesucht werden (Aliasname, Beschreibung, Messstellennummer, Gruppe, Priorität,…).
  • Alle Daten können ohne zusätzliche Programme in (Microsoft) Office Applikationen importiert (HTML, CSV-Format), ausgedruckt oder als PDF-Dokument abgespeichert werden.
  • Alarme und Meldungen können in einer Kontextliste mit zusammengefassten Informationen oder in einer Ereignisliste dargestellt werden.
  • Die historische Auswertung kann direkt aus dem AlarmMonitor oder aus dem Kontext des gewählten Alarms gestartet werden.

Analyse

  • Das Säulendiagramm zeigt eine chronologische Häufigkeitsverteilung der im ausgewählten Zeitraum aufgetretenen Alarme und Meldungen mit weiteren Navigationsmöglichkeiten.
  • Die Laufzeitanalyse erfolgt durch die Darstellung der Kommen- und Gehen-Zeiten der Alarme über ein Balkendiagramm. So können Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ereignissen grafisch analysiert werden.

 

Trending 
Lückenlose Datenaufzeichnung

  • Das Trendsystem zeichnet alle signifikanten analogen und binären Signale lückenlos auf.
  • Alle Signale können über (Beschreibung, Messstellennummer, Gruppe,…) gesucht werden.
  • Alle Daten können ohne zusätzliche Programme in (Microsoft) Office Applikationen importiert (HTML, CSV Format), ausgedruckt oder als PDF-Dokument abgespeichert werden.

ChronoChartPrinter – Software Endlosschreiber

  • Endlosausdruck von mehrseitigen Trenddiagrammen mit der Anzeige von zusätzlichen signifikanten Anlagenereignissen oder Alarmen
  • Ein kontinuierlicher Online Ausdruck oder das Drucken von historischen Trenddaten ist über den ChronoChartPrinter bis zu einer Länge von 15 m möglich.

TrendViewer

  • Alle vom Trendsystem aufgezeichneten Signale können vom Operator in Gruppen zu je 8 Trendkurven individuell zusammengefasst und abgespeichert werden.
  • Bei der Auswahl der Trendkurven stehen dem Operator alle Detailinformationen der Datenpunkte zur Verfügung (Beschreibung, Messstellennummer, Gruppe,…). Damit ist eine komfortable Suche gewährleistet.
  • Die Darstellungsweise der einzelnen Trendkurven ist konfigurierbar und kann von jedem Operator für seine Verhältnisse angepasst werden.
  • Die angezeigten Kurven können über den TrendViewer verrechnet werden (Mittelwert, Summe, Verhältnisse,…).
  • Mit dem Online Modus können parallel zu den historischen Trenddaten die aktuellen Anlagenzustände beobachtet werden.

Protokollierung 

Aufzeichnung

  • Ereignisgetriggerte Aufzeichnung von analogen Werten
    z.B. Chargenprotokoll, Zählerstandsprotokoll
  • Aufzeichnung von analogen Werten mit Datenverdichtung (das Verdichtungsintervall kann frei gewählt werden) 
     z.B. Tages-, Wochen-, Monatsprotokoll
  •  Die Art der Aufzeichnung und das Intervall der Datenverdichtung werden im Engineering über einen Leitsystembaustein festgelegt.

Kundenspezifische Protokolle

  • Erstellung von kundenspezifischen Protokollen anhand von vorgefertigten Templates über Makro Sprache.
  • Alle Daten können ohne zusätzliche Programme in (Microsoft) Office Applikationen importiert (HTML, CSV Format), ausgedruckt oder als PDF-Dokument abgespeichert werden.
  • Der Zugriff auf die Protokolle kann über das Berechtigungssystem mit LoginName und Passwortabfrage geschützt werden.
  • Jeder aufgezeichnete Wert kann im Protokoll über die Ersatzwert Eingabe nachträglich geändert werden. Die Berechtigung für die Ersatzwert Eingabe wird im Engineering erteilt. außerdem werden alle vorgenommenen Änderungen vom AuditTrail (21 CFR Part 11 und Protokollierung GAMP4) mitprotokolliert.
  • Stunden-, Tages-, Wochen-, Monats-, Jahresprotokolle Chargenprotokolle kombiniert mit AuditTrail (Operator-Eingriffe), Alarmauswertung und Trendkurven

 

Fernalarmierung und Fernwartung

Fernalarmierung

  • Alarme können über SMS oder Anruf an einen Pager, Mobiltelefon oder Telefonanlage weitergeleitet werden. Dies wird über einen Baustein im Engineering konfiguriert und über ein analoges oder ISDN Modem an die jeweilige Gegenstelle geschickt.
  • Mit einem Zusatzmodul für APROL ist eine Alarmierung mit gesprochenem Klartext möglich. Dieses Alarmierungssystem bietet folgende Möglichkeiten:
  • Verwaltung des Service- / Bereitschaftspersonals
  • Verwaltung von verschiedenen Bereitschaftsplänen mit Ersatznummern
  • Automatischer Anruf bei Auftreten eines Alarms
  • Abfrage aller momentan anstehenden Alarme
  • In Klartext gesprochene Alarmmeldung
  • Quittierung von Alarmen über Telefontasten
  • Jeder Anruf und die Quittierungen werden mit protokolliert.
  • uvm.

Fernwartung bzw. Remote-Bedienung

  • Fernwartung bzw. Remote-Bedienung kann mit einem Standard Modem (ISDN oder analog) über eine mittlerweile übliche VPN-Verbindung vorgenommen werden. Fernalarmierung und Fernwartung
  • Ohne zusätzlichen Projektierungsaufwand und ohne funktionale Einschränkung kann man auf die Operator oder Engineering Oberfläche zugreifen, d.h. historische Auswertungen von Alarmen oder Trendkurven starten, Protokolle abrufen oder beispielsweise Diagnose- und Engineering-Werkzeuge öffnen.
  • Für eine Fernwartung bzw. Remote- Bedienung gelten die gleichen Regeln wie für eine Vor-Ort-Bedienung, d.h. es ist ein Security Login erforderlich und es werden alle wesentlichen Bedienhandlungen bei der Prozessführung über das AuditTrail (21 CFR Part 11 und GAMP4) protokolliert.
  • Der Zugriff kann via VNC Viewer oder Web-Browser z.B. von einem Microsoft Windows Rechner erfolgen.

 

System- und Eigenüberwachung 

  • Alle Informationen der im Projektverbund eingesetzten Hardwarekomponenten (Operator Stationen, Runtime Server, Engineering Server, Controller, …) und der APROL Systemsoftware werden über die APROL System- und Eigenüberwachung erfasst, über Systemvariablen zur Verfügung gestellt und dem Operator angezeigt bzw. alarmiert.
  • Überwachung von Operator Station und Runtime- /Engineering Server
    ● Speicherauslastung
    ● Festplattenkapazität
    ● CPU Auslastung
    ● Zeitsynchronisierung
    ● APROL Systemsoftware (z.B. Treiberstatus, Status Server- Redundanz,…)
    ● uvm.
  • Überwachung der Controller & I/OModule
    ● Zykluszeitüberwachung der Taskklassen
    ● Status der Batterie
    ● Speicherauslastung
    ● Zeitsynchronisierung
    ● Statusüberwachung von I/OKarten und I/O-Kanälen
    ● uvm.
  • Überwachung sonstiger Hardware- Komponenten z.B. über den APROL UCB-Mechanismus
    ● Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)
    ● Funkuhr zur Zeitsynchronisierung System- und Eigenüberwachung
    ● Status von angekoppelten Package Units oder Fremdsteuerungen
    ● uvm.
  • Die Systemvariablen können folgendermaßen weiterverwendet werden:
    ● Visualisierung in Prozessbildern
    ● Alarmierung bzw. Alarmweiterleitung
    ● Trendaufzeichnung
    ● Automatische Datensicherung der historischen Daten
    ● uvm.

StartManager

  • Der StartManager dient zur Zustands- Diagnose der APROL Systemsoftware (z.B. Treiberstatus, Status Server-Redundanz,…) von Operator Stationen und Runtime Servern, sowie zum Starten und Stoppen des gesamten APROL Systems oder einzelner Systemsoftwaremodule.
  • Zu jedem Systemsoftwaremodul werden detaillierte Statusausgaben angezeigt.

 

Systemdiagnose

Systemmeldungen der APROL Systemsoftwaremodule

  • Die Protokollierung von Fehlermeldungen, Warnungen, Debug- Meldungen und das Starten bzw. Stoppen der APROL Systemsoftware wird mit dem ersten Einschalten des Prozessleitsystems automatisch gestartet. Über eine gemeinsame Auswertung mit komfortablen Kalenderund Filterfunktionen werden die Informationen in den Systemmeldungen zur Verfügung gestellt.
  • Alle Daten können ohne zusätzliche Programme in (Microsoft) Office Applikationen importiert (HTML, CSV Format), ausgedruckt oder als PDF-Dokument abgespeichert werden. Damit ist eine einfache Auslagerung der Daten zur Fernanalyse durch den APROL Systemsupport jederzeit gewährleistet.

 

ControllerManager
Der ControllerManager ist das Maintenance- und Diagnosewerkzeug für die APROL Controller.

  • Auslesen der Controller Informationen (Betriebssystem, Speicherauslastung, Status,…)
  • Auslesen des Controller Logbuches und Auslagern der Daten zur Fehleranalyse durch den APROL Systemsupport
  • Bearbeiten der Systemkonfiguration und Download des Betriebssystems
  • Warmstart, Kaltstart sowie Setzen in den Diagnose Modus
  • Komplette Sicherung und Wiederherstellung eines Controllers
  • Watch Modus für die Prozessvariablen des Controllers
  • uvm.

CaeViewer

  • Diagnose der aktuellen Prozessgrößen eines Aggregates, anhand des zugehörigen Logikplans über den CaeViewer, direkt aus dem Prozessbild und dem zugehörigen grafischen Symbol.
  • Anzeige der aktuellen Baustein- Ein- und Ausgangswerte, bei Bedarf mit Online Trend Darstellung zur grafischen Analyse.

 

Rezeptfahrweise

ParameterCenter

  • Steuerung diskontinuierlicher Chargenprozesse über Parameter- Center
  • Definition von Anlagenteilen und Parametersatz-Templates (in Anlehnung an die S88) im Engineering- System
  • Parametersätze repräsentieren Produkte in der Anlage (z.B.: Parametersatz1 für die Produktion von ProduktA und Parametersatz2 für die Produktion von ProduktB)
  • Parametersätze können vom Operator oder automatisch durch ein Vorwahlprogramm gewechselt werden (z.B. Umstellung der Produktion von ProduktA auf ProduktB)
  • Das Erstellen und Modifizieren von Parametersätzen wird im Engineering- System durchgeführt oder kann auch vom Operator zur Laufzeit vorgenommen werden.
  • Die Parametersätze werden in einer MySQL Datenbank gehalten. Eine offen gelegte Schnittstelle ermöglicht den Datenimport und –export in ein Produktions-Planungs- System.
  • Das integrierte AuditTrail (21 CFR Part 11, GAMP4) zeichnet alle Aktionen des Operators im ParameterCenter auf und stellt diese signifikanten Informationen (wer, was, wann, wo) web-basiert zur Verfügung.

Schrittketten

  • Die Darstellung der Schrittkette in der Visualisierung ist frei konfigurierbar und wird im Engineering- System festgelegt.
  • Die Bedienung der Schrittkette erfolgt über das Control-Template (z.B. Start, Stop, Pause, Schrittsprünge (Gehe Zu), …)
  • Die Konfiguration der Ablaufsteuerung erfolgt im CaeManager über Funktionsbausteine.

Datensicherung

Backup Funktion

  • Alle historischen Daten (Alarme und Meldungen, Trends, Protokolldaten, AuditTrail, Systemmeldungen) werden auf dem APROL Server aufgezeichnet und in Containern gespeichert. Hierzu wird die für schnelle Datenaufzeichnung optimierte ChronoLog-Technologie verwendet. (Technische Details siehe unten)
  • Diese gespeicherten Daten können über die Backup Funktion jederzeit auf externe Datenträger (z.B. CD, DVD, Tape) oder andere im Netzwerk verfügbare Rechner ausgelagert bzw. archiviert werden. Während der Archivierung wird die laufende Datenaufzeichnung nicht beeinflusst!
  • Die archivierten Daten können durch Einlegen des Datenträgers in den APROL Server jederzeit wieder eingelesen und gemeinsam mit aktuellen Daten ausgewertet werden.

Technische Details zur ChronoLog Datenaufzeichnung

  • Bei einer redundanten Ausführung des APROL Server erfolgt eine automatische Replikation der ChronoLog Daten, zwischen dem Redundanz-Master und dem Redundanz-Slave. Damit ist eine lückenlose Datenaufzeichnung gewährleistet.
  • Soll die Aufzeichnung der historischen Daten auf einem eigenen Datenbank Server erfolgen kann Datensicherung dies in der Konfiguration des ChronoLog hinterlegt werden. Dieser Datenbank Server kann ebenfalls redundant ausgeführt werden.
  • Der ChronoLog Mechanismus bietet außerdem die Möglichkeit einen zentralen Datenbank Server für mehrere autarke Automatisierungsinseln zu bilden. Eine automatische Zwischenpufferung der historischen Daten bei einer Netzwerkunterbrechung zwischen einer Automatisierungsinsel und dem zentralen Datenbank Server ist integraler Bestandteil der ChronoLog Datenaufzeichnung.

  • Sprachumschaltung

    Alle APROL Systemsoftwaremodule und die APROL Systemdokumentation stehen mehrsprachig zur Verfügung: 
  • Deutsch
  • Englisch
  • Russisch 
  • Chinesisch
  • ...
  • Aufgrund der UNICODE-Fähigkeit (UTF-8) im internationalisierten APROL können alle weltweit genutzten Alphabete und Schriftzeichensysteme verwendet werden.
  • Für die parallele Nutzung von mehreren Sprachen z.B. in der Visualisierung oder für Alarmtexte, können im Engineering für jede Sprache separat die dementsprechenden Informationen und Texte hinterlegt werden.

 

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